GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 179
ANHANG
Hinweise des Herausgebers
Personenregister
Rudolf Steiner über die Vortragsnachschriften
Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe
GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 180 [vakat]
GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 181
Hinweise
Zu dieser Ausgabe
Die im ersten Teil dieses Bandes abgedruckten Vorträge wurden vor einem kleinen Kreis von Berliner Zweig-Mitgliedern gehalten, und zwar jeweils freitags in der Wohnung von Fräulein Klara Motzkus. Im Mittelpunkt dieser Betrachtungen stehen die griechische und die germanische Mythologie. Rudolf Steiner behandelt jedoch, von da ausgehend, in großer Mannigfaltigkeit verschiedenste Themen: von dem ungerechtfertigten Todesurteil gegen Sokrates bis zur Bedeutung der Ehe, von der Begründung Roms bis zu den esoterischen Hintergründen der Dichtungen von Wolfram von Eschenbach. Was an diese Betrachtungen verbindet, ist der oft nur angedeutete, oft auch ausführlich dargestellte Bezug zu den brennenden Fragen der Gegenwart.
Im zweiten Teil sind Vorträge zusammengefaßt, die ein Thema konsequent und umfassend behandeln, nämlich das Wesen und die Bedeutung der Musikdramen Richard Wagners. Von seinen ersten dichterischen Versuchen bis zu dem reifsten Werk, dem «Parsifal», werden seine Schöpfungen auf ihren spirituellen Gehalt hin untersucht, wobei Rudolf Steiner betont, daß der Dichter von diesem tieferen Sinngehalt nur eine unbestimmte Ahnung, kein klares Bewußtsein hatte, daß er – so, wie die Pflanze nach bestimmten Naturgesetzen wächst, ohne diese Gesetze selbst zu kennen – mit instinktiver, schöpferisch künstlerischer Sicherheit die germanischen Sagen so gestaltete, wie es ihrer tieferen okkulten Bedeutung nach richtig ist.
Textunterlagen:
24. Juni, 1., 8., 15. und 22. Juli 1904: Notizen von Marie Steiner-von Sivers und Franz Seiler 30. September 1904: Notizen von Marie Steiner-von Sivers 14. Oktober 1904: Notizen von Marie Steiner-von Sivers und Franz Seiler 21. und 28. Oktober 1904: Notizen von Marie Steiner-von Sivers, Mathilde Scholl und Franz Seiler 28. März und 5. Mai 1905: Notizen von Marie Steiner-von Sivers und Walter Vegelahn 12 Mai 1905: Notizen von Walter Vegelahn und Eugenie von Bredow 3. Dezember 1905: Notizen von Mathilde Scholl 2. Dezember 1907: Mitschrift von Georg Klenk
Der Titel des Bandes wurde von den Herausgebern gewählt.
Die Titel der einzelnen Vorträge entsprechen den Überschriften, welche die Stenografen ihren Mitschriften gegeben haben.
GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 182
Frühere Veröffentlichungen: Berlin, 30. September und 7. Oktober 1904 in GA 93 7., 14., 21. und 28. Oktober 1904 in «Esoterik und Weltgeschichte in der griechischen und germanischen Mythologie», Dornach 1955 28. März 1905 in «Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht, Nachrichten für deren Mitglieder» 1936, Nrn. 44–45 5. Mai 1905 in «Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht, Nachrichten für deren Mitglieder» 1936, Nr. 45 12. Mai 1905 in «Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht, Nachrichten für deren Mitglieder» 1936, Nrn. 46–47 19. Mai 1905 in «Was in der Anthroposophischen Gesellschaft vorgeht, Nachrichten für deren Mitglieder» 1936, Nrn. 47–50 Nürnberg (irrtümlich: Berlin), 2. Dezember 1907 in «Die Drei» 1928/29, Heft 10, und «Menschenschule» 1965, Heft 6.
Hinweise zum Text
Werke Rudolf Steiners, innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer erwähnt.
Zu Seite:
| 15 | vor vierzehn Tagen: Gemeint ist der Vortrag vom 10. Juni 1904 «Der Gegensatz von Kain und Abel», der in dem Band «Die Tempellegende und die Goldene Legende», GA 93, erschienen ist. |
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die Amsterdamer Erlebnisse: Vom 19. bis zum 21. Juni 1904 fand in Amsterdam ein theosophischer Kongreß statt, über den Rudolf Steiner in der Zeitschrift «Lucifer-Gnosis» einen ausführlichen Bericht gab. Dieser ist abgedruckt in dem Band «Lucifer-Gnosis», GA 34, Seiten 539–552.
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in der lunarischen Entwicklungsepoche: Die unserer Erdentwicklung vorangegangene Epoche des alten Mondes, wie sie in dem Kapitel «Die Weltentwickelung und der Mensch» in Rudolf Steiners Buch «Die Geheimwissenschaft im Umriß», GA 13, dargestellt wird.
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| 16 |
wie der Pitri: Von den Pitris (der Name bedeutet «Väter») spricht Rudolf Steiner ausführlich in dem Berliner Vortrag vom 1. Oktober 1905, in GA 93a. |
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Attila: König der Hunnen, dessen Reich vom Schwarzen Meer sich zeitweise bis an den Rhein erstreckte. Als grausamer Herrscher und als «Gottesgeißel» wird er erst von den späteren, christianisierten Germanen bezeichnet. Im Nibelungenlied erscheint er als König Etzel. Seine Regierungszeit dauerte von 434 bis 453 n. Chr. |
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zum Beispiel die Weleda: Die Weleda war eine germanische Priesterin und Prophetin. Von ihr berichtet der römische Schriftsteller Tacitus, sie habe im ersten nachchristlichen Jahrhundert den Stamm der Brukterer geführt» Von den Römern wurde sie als Gefangene nach Rom gebracht. Sie übte auch dort ihre Sehergabe aus und wurde vielfach als Göttin verehrt. Siehe auch «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe» Nr. 118/119, Seite 48. |
| 24 |
Wolfram von Eschenbach: Bedeutender deutscher Dichter des Mittelalters. Seine Lebensdaten sind nicht genau bekannt (um 1170 bis nach 1220). Sein Hauptwerk ist das Epos «Parzival». |
| 26 |
von einem Hamsa: Okkultistischer Ausdruck für einen Eingeweihten. Das Wort bedeutet eigentlich «Schwan». |
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Heinrich I., 876–936. Er war der erste deutsche König aus dem sächsischen Hause, welches das karolingische ablöste. Er herrschte von 919 bis 936 und rettete Deutschland vor den Überfällen der Ungarn. |
| 27 |
das Wort ist Fleisch geworden: Joh. 1, 14. |
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Niemand kommt zum Vater denn durch mich: Joh. 14, 6. |
| 31 |
Lykurg: Er lebte in der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts v. Chr. Sein Leben wird von Plutarch (46–125 n. Chr.) ausführlich beschrieben in seinen Parallelbiographien, wo er je einen griechischen Staatsmann einem römischen gegenüberstellt. Lykurg reiste unter anderem nach Kreta, um die dortigen Gesetze zu studieren. Vieles davon führte er in Sparta ein. Dann ging er nach Delphi, ließ aber die Spartaner schwören, daß sie bis zu seiner Rückkehr an den von ihm gegebenen Gesetzen nichts ändern würden. Er kehrte jedoch bis zu seinem Lebensende nicht mehr zurück, so daß die Spartaner eidlich verpflichtet waren, seine Gesetze beizubehalten. Siehe auch Friedrich von Schillers Abhandlung «Die Gesetzgebung des Lykurgus und Solon». |
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Nach Kreta sieht sogar noch Plato: In seinem Alterswerk «Die Gesetze» (NOMOI) wird ein Gespräch geführt zwischen einem Athener, einem Lakedaimonier und einem Kreter. Gleich in den ersten Kapiteln spricht der Athener von Gesetzen der Kreter, die in ganz Griechenland bekannt sind und als vorbildlich bewundert werden. Auch im folgenden wird die weise Gesetzgebung des mythischen kretischen Königs Minos noch mehrfach erwähnt. |
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als ein Sonnenläufer: Im fünften Vortrag des Zyklus «Das Johannes-Evangelium», GA 103, schildert Rudolf Steiner die sieben Grade einer gewissen Form der morgenländischen Einweihung. Der‹ sechste dieser Grade wird mit dem Namen «Sonnenläufer» bezeichnet. |
| 32 |
Archont heißt Verwalterkönig: Die genaue Übersetzung des Wortes wäre «der Herrschende». In Athen gab es neun Archonten, die jedes Jahr neu gewählt wurden. Der erste von ihnen war oberster Richter und hieß «Archon Eponymos», das bedeutet «der Namengebende», weil nach ihm das Jahr benannt wurde. Der zweite hatte die Leitung des Opferdienstes und der religiösen Feste; er hieß «Archon Basileus», das bedeutet «der Königsherrscher». |
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| 32 |
Herodot, um 485–425 v. Chr., griechischer Geschichtsschreiber. |
| 33 |
So ging es auch bei der Gründung der Stadt Rom: Zum besseren Verständnis der folgenden Sätze seien die wichtigsten der damit in Zusammenhang stehenden Ereignisse kurz genannt (nach Schlossers «Weltgeschichte» Band II): Alba Longa wurde von Ascanius, einem Nachkommen des Aeneas, gegründet. Seine Nachfahren herrschten während 14 Generationen über die Stadt, als letzter Numitor, der von seinem Bruder Amulius vertrieben wurde. Dieser ließ zwar Numitor am Leben, verbannte ihn aber aus der Stadt, tötete seinen Sohn und ließ seine Tochter Rhea Silvia unter die Priesterinnen der Vesta aufnehmen, die unvermählt bleiben mußten. Doch der Kriegsgott Mars verband sich heimlich mit ihr und zeugte das Zwillingspaar Romulus und Remus. Diese ließ Amulius in einen Korb legen und in den Fluß Tiber werfen. Dort fand sie eine Wölfin und ernährte sie. Groß geworden, erbaute Romulus die Stadt Rom und wurde dann der Stammvater der sieben römischen Könige. Seinen Bruder Remus erschlug er, weil dieser sich über die noch im Entstehen begriffene Stadt lustig gemacht hatte. |
| 34 |
die Sybillinischen Bücher: Die Sibyllen waren im Altertum weissagende Frauen. Auf eine von ihnen, die Sibylle von Cumae, gingen die Sibyllinischen Bücher zurück, die im Jupiter- Tempel aufbewahrt und bei wichtigen Entscheidungen zu Rate gezogen wurden. |
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dem etruskischen Hauptgott Tages: Dieser ist, gemäß der römischen Mythologie, ein Gott, der von einem Bauern in einer Ackerfurche gefunden wurde, klein war wie ein Knabe, aber weise gleich einem Greis. Er lehrte die Menschen das Weissagen aus den Eingeweiden der Opfertiere. Diese Kunst wurde «Haruspices» genannt.
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| 38 |
das Pitribewußtsein: Siehe Hinweis zu S. 16. |
| 39 |
«Geheimlehre»: Siehe Hinweis zu S. 59. |
| 40 |
Ceridwen: Naturgöttin bei den Druiden. Der Kessel der Ceridwen war Symbol eines besonderen Ordens unter dem Stande der Barden im alten Britannien, des Kesselordens, der seine Ordensgeheimnisse hatte und bei Festen bestimmte Gesänge vortrug. – Rudolf Steiner spricht über Ceridwen ausführlicher in dem Berliner öffentlichen Vortrag vom 6. Mai 1909 «Die europäischen Mysterien und ihre Eingeweihten» (in GA 57), sowie in Landin am 29. Juli 1906 im Vortrag «Das Gralsgeheimnis im Werk Richard Wagners» (in GA 97).
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Zauberer Merlin: Eine geheimnisvolle Gestalt des altbritischen Sagenkreises (angeblich war er der Sohn des Teufels und einer Nonne). Merlin stand in Verbindung mit der Tafelrunde des Königs Artus.
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| 43 |
Bonifatius: (eigentlich Wynfrith). Er stammte aus England, wirkte aber vor allem in Deutschland für die Verbreitung des römisch-katholischen Christentums. Er ist um 680 geboren und wurde auf einer Missionsreise nach Friesland im Jahre 755 von heidnischen Friesen erschlagen. |
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| 43 |
Wolfram von Eschenbach: Siehe Hinweis zu S. 24. |
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die theosophische Bewegung seit 29 Jahren besteht: Am 17. November 1875 gründeten Helena Petrowna Blavatsky (1831–1891) und Colonel Henry Steel Olcott in New York die «Theosophical Society», die ihren Sitz bald nach Adyar in Indien verlegte. |
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Johannes von Damaskus, um 675–749, gilt der katholischen wie auch der orthodoxen Kirche als Heiliger. Er schrieb eine systematische Zusammenfassung des orthodoxen Glaubens sowie ein Werk zur Verteidigung des religiösen Bilderdienstes und dichtete viele christliche Hymnen. Siehe auch «Die Legende von Barlaam und Josaphat, zugeschrieben dem heiligen Johannes von Damaskus», aus dem Griechischen übersetzt von Ludwig Burchard, München o. J.
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Jatakam: Das Buch der Erzählungen aus früheren Existenzen Buddhas. Aus dem Pali, einem indischen Idiom, in dem alte religiöse Schriften abgefaßt sind. Gesprochen wird es heute nur noch von Mönchen Ceylons, Birmas und Thailands.
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| 49 |
in der vierten Runde: Als «Runde» bezeichnet Rudolf Steiner die verschiedenen Verkörperungen der Erde, die in der «Geheimwissenschaft» als «alter Saturn», «alte Sonne», «alter Mond» und «Erde» beschrieben werden (GA 13, Kapitel «Die Weltentwickelung und der Mensch»).
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| 53 |
Die Mysterien der Druiden und Drotten: Der Vortrag ist wegen seines Inhaltes auch abgedruckt worden im Band «Die Tempellegende und die Goldene Legende», GA 93, und dort ergänzt durch einen Auszug über die Druiden und über skandinavische Mysterien aus dem Buch «Geheime Gesellschaften, Geheimbünde und Geheimlehren» von Charles William Heckethorn, das sich in Rudolf Steiners Bibliothek befindet.
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| 57 |
So hat diese Zeit, die im Jahre 61 aufhörte: Im Jahre 61 n. Chr. eroberten und zerstörten die Römer unter der Führung des Prätors Suetonius Paulinus das keltische Druiden-Heiligtum auf der Insel Mona (alter Name für die Insel Anglesey im Nordwesten von Wales). Der römische Schriftsteller Tacitus berichtet darüber im 14. Buch seiner Annalen (§ 29 und 30).
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| 59 |
Zur Prometheus-Sage hat sich Rudolf Steiner auch später noch geäußert, zum Beispiel im 10. Vortrag des Bandes «Ägyptische Mythen und Mysterien», GA 106
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Helena Petrowna Blavatsky, 1831–1891, begründete im Jahre 1875 zusammen mit Henry Steel Olcott die Theosophische Gesellschaft. Ihr Werk «Die Geheimlehre» erschien 1888, eine deutsche Übersetzung 1899.
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im zweiten Bande der «Geheimlehre»: In diesem Band ist dem Prometheus ein ganzes Kapitel gewidmet. Über den Sinn der Prometheus-Sage äußert sich H. P. Blavatsky mit folgenden Worten: «Der Titan ist mehr als ein Dieb des himmlischen Feuers. Er ist die Darstellung der Menschheit – der tätigen, fleißigen, verständigen, aber gleichzeitig ehrgeizigen, die bestrebt ist, den göttlichen Mächten gleichzukommen. Daher wird die Menschheit in der Person des Prometheus bestraft, sie wird dies aber nur bei den Griechen. Bei ihnen ist Prometheus kein Verbrecher, ausgenommen in den Augen der Götter. In seiner Beziehung zur Erde ist er im Gegenteil selbst ein Gott, ein Freund der Menschheit, die er zur Gesittung erhoben und in die Kenntnis aller Künste eingeführt; eine Vorstellung, die ihren poetischsten Darleger in Aischylos gefunden hat.»
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| 59 | aus meinen verschiedenen Freitagsvorträgen: Es handelt sich um die vorangehenden Vorträge. Im Juni/Juli 1904 sprach Rudolf Steiner außer an den fortlaufenden Zweigabenden, die montags stattfanden, jeweils noch freitags vor einem kleineren Kreis, der sich in der Wohnung von Klara Motzkus in Charlottenburg versammelte. Diese Veranstaltungen wurden, nach einer Sommerpause im August, im September/Oktober 1904 fortgesetzt.
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| 59 |
in einem Kapitel des zweiten Bandes der «Geheimlehre» von H. P. Blavatsky: «Die Geheimlehre», Band II ‹Anthropogenesis›, Erster Teil, Strophe XII. |
| 61 |
Er weiß ein Geheimnis: Prometheus kannte die Weissagung, daß dem Göttervater Zeus durch einen neuen Ehebund Verderben und Untergang bevorstehe. |
| 62 |
Manu: Der Name kommt von der Sanskritwurzel «man» = denken. In der indisch-theosophischen Terminologie werden damit hohe geistige Wesen bezeichnet, denen die Bildung neuer Rassen obliegt. Über den Manu der fünften Wurzelrasse, das heißt des nachatlantischen Zeitraums, siehe Rudolf Steiners Werke: «Aus der Akasha-Chronik», GA 11; «Die Geheimwissenschaft im Umriß», GA 13. |
| 65 |
Scott-Elliots Broschüre über die Atlantis: «Atlantis», Leipzig o. J. Vgl. auch Rudolf Steiner, «Unsere atlantischen Vorfahren» in «Aus der Akasha-Chronik», GA11. |
| 68 |
Adam Kadmon: Vgl. hierzu Rudolf Steiners Vortrag in Oxford, 22. August 1922, in GA 214. |
| 69 |
wieder wörtlich zu nehmen: In der Nachschrift von Franz Seiler stehen hier noch die folgenden unklaren Sätze: «Jede Sage verändert sich. Sie kommt aus dem Urältesten und verändert sich an einer ganz bestimmten Stelle. Die gibt es in jeder Sage, auch die, wo sie wieder wörtlich zu nehmen ist.»
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| 71 |
Im letzten Heft von« Lucifer-Gnosis»: Diese Zeitschrift wurde von Rudolf Steiner, in Zusammenarbeit mit Marie von Sivers, seit dem Jahre 1903 herausgegeben. Sie erschien zunächst monatlich, dann in immer größeren Zeitabständen. Infolge der ungeahnten Arbeitsfülle, die Rudolf Steiner zu bewältigen hatte, mußte im Jahr 1908 das Erscheinen der Zeitschrift eingestellt werden. Die Aufsätze, welche die Welt-, Erd- und Menschheitsentwicklung betrafen, wurden dann zusammengestellt und unter dem Titel «Aus der Akasha-Chronik», GA 11, als Buch gedruckt. Die hier erwähnten Vorgänge, die die drei letzten atlantischen Kulturepochen betreffen, werden in den Kapiteln «Unsere atlantischen Vorfahren» und «Übergang der vierten in die fünfte Wurzelrasse» behandelt.
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| 75 |
Durch Thales, Anaximenes, Sokrates: Thales von Milet, 624–546 v. Chr.; Anaximenes wirkte zwischen 585 und 525 v. Chr.; Sokrates um 470 bis 399 v. Chr. Über diese und andere Philosophen des griechischen Altertums spricht Rudolf Steiner ausführlich in dem Buch «Die Rätsel der Philosophie», GA 18, im Kapitel «Die Weltanschauung der griechischen Denker». |
| 76 |
«Das Christentum als mystische Tatsache», GA 8. Die Deutung der Odysseussage steht dort im Kapitel «Die Mysterienweisheit und der Mythus». |
| 78 |
Die Turanier: Die Neigung dieses Volkes zu schwarzer Magie und niederer Zauberei wird dargestellt in den ersten beiden Vorträgen des Zyklus «Das Matthäus-Evangelium», GA 123, insbesondere auf den Seiten 21–26 und 50–53. |
| 79 |
die Wüste Gobi oder Schamo: «Gobi» ist die mongolische, «Schamo» die chinesische Bezeichnung der größten Wüste Asiens, die zwischen Ost-Turkestan, Dsungarei und Mandschurei liegt und heute politisch zwischen China, Sinkiang und Mongolei aufgeteilt ist. |
| 86 |
der Meister Jesus: Von dem Wirken des «Meister Jesus» in der Menschheitsentwicklung spricht Rudolf Steiner verschiedentlich, besonders eindringlich im siebenten Vortrag des Zyklus «Das Lukas-Evangelium», GA 114.
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| 87 |
Im zweiten Teil des Nibelungenliedes: Ein um 1200 entstandenes, in mittelhochdeutscher Sprache geschriebenes Vers-Epos, dessen Verfasser nicht bekannt ist» Der erste Teil behandelt das Leben Siegfrieds, seine Verheiratung mit Kriemhild, der Königin der Nibelungen, die auch «Burgunder» genannt wurden, und seine Ermordung durch Hagen. Der zweite Teil erzählt, wie Kriemhild den Hunnenkönig Etzel heiratet und mit seiner Hilfe Rache übt, indem sie die Könige der Nibelungen an ihren Hof einlädt und sie dort zusammen mit allen sie begleitenden Helden in einem blutigen Kampfe umkommen läßt.
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| 87 |
Im Evangelium heißt es: Drei sind es …: 1. Johannesbrief 5,7. |
| 90 |
Gudrun-Sage: «Gudrun» heißt in der nordischen Mythologie die Gattin Siegfrieds und Schwester der Burgunder-Könige. Im mittelhochdeutschen Vers-Epos «Die Nibelungen» ist ihr Name dann Kriemhild. Das sogenannte «Gudrunlied» oder «Kudrunlied» gehört einem anderen Sagenkreis an. |
| 92 |
«Uns ist in alten maeren …»: Erster Vers des Nibelungenliedes. |
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Wotan und Odin: In der germanischen Altertumskunde werden die beiden Namen als Bezeichnung einer und derselben Gottheit betrachtet. |
| 97 |
Póntos Pyletós: Wörtlich: Meerenge. |
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| 100 |
Selene: Das Wort Selene bezeichnet im Altgriechischen den Mond. |
| 109 |
zur Zeit des Sängerkrieges auf der Wartburg: Dieser Wettstreit zwischen den bedeutendsten Sängern jener Zeit (Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Ofterdingen und einigen anderen) soll auf dem Schloß des Landgrafen von Thüringen, genannt die Wartburg, am Anfang des 13. Jahrhunderts stattgefunden haben. Richard Wagner nahm dieses Ereignis zum Thema seiner Oper «Tannhäuser».
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| 111 |
an Jakob Böhme erinnern: Über Jakob Böhme (1575–1624) spricht Rudolf Steiner ausführlich in seinem Buche «Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens», GA 7. |
| 112 |
Hölderlin, der es so aussprach: Friedrich Hölderlin, 1770–1843, in seinem Brief-Roman «Hyperion oder der Eremit in Griechenland». Der Roman handelt von einem Griechen der Gegenwart, der die alte, götternahe Lebensart der Vergangenheit erneuern möchte. Er sieht, daß die Griechen seiner Gegenwart dazu nicht fähig sind und sucht in Deutschland die Möglichkeit, seine Ideen zu verwirklichen. Da macht er die Erfahrung, die in dem zitierten Wortlaut zum Ausdruck kommt.
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| 113 |
Die Wibelungen: Mit diesem ganzen Sagenkreis und auch mit den Sagen um Friedrich Barbarossa hat sich Richard Wagner im Sommer 1848 intensiv beschäftigt. Er berichtet darüber in seinem Aufsatz: «Die Wibelungen, Weltgeschichte aus der Sage». Diese Arbeit verdichtete sich später zu seinem vierteiligen Musikdrama «Der Ring des Nibelungen».
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| 113 |
Krönung Karls des Großen in Rom: Sie fand statt im Jahre 800.
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Barbarossa: Friedrich 1., genannt Barbarossa («Rotbart»), 1122–1190, herrschte von 1152 bis 1190. Er nahm am zweiten und dritten Kreuzzug teil. Auf dem letzteren kam er ums Leben.
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hatte sich zurückgezogen wie Barbarossa: Von Barbarossa ging die Sage, daß er nicht gestorben sei, sondern im Kyffhäuser-Berg warte auf die Stunde, da er wieder aufstehen und Deutschland erretten werde.
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| 114 |
die ersten Elemente des kombinierenden Verstandes: Genauer schildert Rudolf Steiner diesen Vorgang in dem Buch «Aus der Akasha-Chronik», GA 11, im letzten Teil des Kapitels «Unsere atlantischen Vorfahren».
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| 118 |
Attila: Siehe Hinweis zu Seite 16 |
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Leo I., Papst von 440–461 |
| 122 |
wie Wotan durch Siegfried besiegt wird: Dies bezieht sich auf die Stelle im «Siegfried», wo Wotan dem Helden mit seinem Speer den Weg zu Brünhilde versperren will, dieser aber mit seinem selbstgeschmiedeten Schwert den Speer Wotans entzweischlägt (III. Aufzug, 2. Szene).
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| 125 |
wo Wotan den Riesen den Ring nehmen will: Vierte und letzte Szene des «Rheingold»: «Freie Gegend auf Bergeshöhen».
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| 128 |
Zu End', ewiges Wissen!: Schlußgesang der drei Nornen «Götterdämmerung». |
| 129 |
In des Wonnemeeres wogendem Schwall: Es sind dies die Schlußverse des dritten und letzten Aufzuges von «Tristan und Isolde». Sie werden von Isolde gesungen, bevor sie stirbt. |
| 130 |
Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria virgine: Vierter Satz des katholischen Credo. |
| 132 |
Parsifal: In Wolfram von Eschenbachs Epos wird der Name mit z und v geschrieben = Parzival. Richard Wagner übernahm die Schreibung «Parsifal» von dem vielseitigen Gelehrten und Schriftsteller Johannes Joseph von Görres. Dieser erklärt den Namen als dem Persischen entstammend mit der Bedeutung «Der reine Tor». Diese Deutung des Namens legt Richard Wagner auch der Kundry in den Mund, als sie Parsifal im Zaubergarten des Klingsor anspricht mit den Worten: «Dich nannt’ ich, tör’ger Reiner ‹Fal parsi›, Dich, reinen Toren Parsifal» (gegen Ende des zweiten Aufzuges). |
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Er wollte ein Drama «Jesus von Nazareth» schreiben: In der Schrift «Eine Mitteilung an meine Freunde» führt Richard Wagner aus, welche Umstände und Überlegungen ihn dazu führten, einen solchen Plan ins Auge zu fassen, das Drama auch zu entwerfen, es dann aber doch nicht auszuführen.
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| 133 |
Hartmann von Aues «Der arme Heinrich»: Die Lebensdaten und die Herkunft des Dichters sind nicht genau bekannt. Er ist wahrscheinlich um 1165 geboren und sicher nach 1210 gestorben. Außer dem «Armen Heinrich» schrieb er noch mehrere andere Versepen sowie Minne- und Kreuzlieder.
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| 136 |
so war für Dante in seiner «Göttlichen Komödie»: Die Vorstellung von Jerusalem als Mittelpunkt der Weit wird angedeutet in den ersten Versen des zweiten Gesanges im Purgatorium. Nähere Erläuterungen dazu finden sich in der Ausgabe der Göttlichen Komödie des Manesse-Verlages in den Anmerkungen von Ida und Walther von Wartburg (Seite 439).
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| 137 |
In seiner Schrift «Religion und Kunst»: Dies bezieht sich wahrscheinlich auf folgenden Satz: «In dieser Beziehung haben wir es als eine erhabene Eigentümlichkeit der christlichen Religion zu betrachten, daß die tiefste Wahrheit durch sie mit ausdrücklicher Bestimmtheit den ‹Armen im Geiste› zum Troste und zur Heilsanleitung erschlossen werden sollte; wogegen die Lehre der Brahmanen ausschließlich den ‹Erkennenden› nur angehörte, weshalb die ‹Reichen am Geiste› die in der Natürlichkeit haftende Menge als von der Möglichkeit der Erkenntnis ausgeschlossene… ansahen.»
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| 138 |
Die Freude am Töten des Lebendigen: In dem genannten Aufsatz «Religion und Kunst» bringt Richard Wagner die «Entartung des menschlichen Geschlechtes» in Zusammenhang mit dem Abgehen von der «brahmanischen Lehre von der Sündhaftigkeit der Tötung des Lebendigen». Er weist dabei auch hin auf die zu seiner Zeit neu erstandenen Bewegungen der Vegetarianer, der Vereine zum Schutz der Tiere und der Mäßigkeitsvereine, von denen er aber sagt, daß sie «in ihrer Zersplitterung durchaus unwirksam» seien. |
GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 190
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| 138 |
in dem Roman «Flita» von Mabel Collins: Rudolf Steiner hat dieses Werk in der Zeitschrift «Lucifer-Gnosis» vom März 1905 besprochen unter dem Titel «Flita. Wahre Geschichte einer schwarzen Magierin». Der Aufsatz ist wiederabgedruckt in GA 34, Seite 512 ff.
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| 143 |
Arthur Schopenhauer, 1788–1860. |
| 144 |
Nietzsche, solange er mit Wagner ging: Friedrich Nietzsche (1844–1900) war längere Jahre mit Richard Wagner persönlich befreundet und hatte zunächst ein positives Verhältnis zu dessen künstlerischem Schaffen. Davon zeugt die kleine Schrift «Richard Wagner in Bayreuth». In den Jahren 1878–1880 löste er sich dann vollständig von dem Bayreuther Meister. Er brachte seine Ablehnung auch in zwei Werken zum Ausdruck: «Der Fall Wagner» und «Nietzsche contra Wagner».
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Die «Dionysien» des Aeschylos und Sophokles: Die Dionysien waren Feste, die in Griechenland zu Ehren des Gottes Dionysos, einmal im Herbst und einmal im Frühling gefeiert wurden. In Athen waren vor allem die Großen Dionysien wichtig, die im März jedes Jahres stattfanden. Dabei wurden jeweils Tragödien und Satyrspiele aufgeführt.
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Aeschylos, 525–456 v. Chr. |
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Sophokles, 496–406 v. Chr. |
| 145 |
So empfand auch Edouard Schuré: Marie von Sivers, die spätere Frau Marie Steiner, lernte gegen Ende des 19. Jahrhunderts Edouard Schurés Dramen und auch ihn selbst kennen. Er lebte von 1841–1929. Durch ihn wurde sie auf die Theosophische Gesellschaft und auf Rudolf Steiner hingewiesen. Einige Bücher Schurés hat sie ins Deutsche übersetzt. Über das Urdrama von Eleusis spricht Rudolf Steiner ausführlich in dem Aufsatz «Aristoteles über das Mysteriendrama», abgedruckt in dem Band «Luzifer-Gnosis, gesammelte Aufsätze 1903–1908», GA 34. Wichtige Ausführungen befinden sich auch in dem Band «Marie Steiner-von Sivers – Ein Leben für die Anthroposophie», Seite 69 ff. – Das Drama von Eleusis ist enthalten in Schurés Buch «Sanctuaires d’Orient».
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| 147 |
daß Bonifatius die Eiche gefällt habe: Siehe Hinweis zu S. 43. Mit dem Fällen der dem germanischen Gotte Donar geweihten Eiche brachte Bonifatius den Sieg des Christentums über die heidnische Religion zum Ausdruck. |
| 150 |
daraus ist später das Wort «Ghibellinen» entstanden: Seit der Zeit der Hohenstaufen-Kaiser (1138–1254) wurden so die Anhänger des deutschen Kaisers genannt, im Gegensatz zu den «Guelfen», die zum Papst hielten. Die Historiker sind im Unklaren über die Ableitung des Namens. Es bestehen darüber verschiedene Vermutungen.
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GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 191
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| 154 |
Die Jünger auf dem Berge: Gemeint ist die sogenannte Verklärung, die in den drei synoptischen Evangelien erzählt wird. Matthäus 17, 1–13: Markus 9, 2–13; Lukas 9, 28–36. |
| 155 |
Die Sonne tönt nach alter Weise …: Goethe, «Faust» 1., Vers 243–246. Diese Worte werden zu Beginn des «Prolog im Himmel» von dem Erzengel Raphael gesprochen.
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Tönend wird für Geistesohren …: Goethe, «Faust» 11., Vers 4667–4674. Worte des Luftgeistes Ariel. |
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alle symphonische Musik: Siehe Hinweis zu S. 162. |
| 162 |
In den Instrumenten…»: Das Zitat stammt aus der Novelle «Eine Pilgerfahrt zu Beethoven». Richard Wagner weilte in den Jahren 1840 und 1841 in Paris. Damals gab er eine Schrift heraus unter dem Titel «Ein deutscher Musiker in Paris. Novellen und Aufsätze». Darin bildet die genannte Schrift den Anfang. Sie erzählt in poetischer Form von einem jungen Mann, der zu Fuß nach Wien reist, um mit Beethoven sprechen zu können. Die Darstellung ist sehr humorvoll, zeugt aber auch von einer großen Verehrung für den Meister. – Dem Zitat geht voraus eine Gegenüberstellung der Orchester-Musik und der durch «ein schöneres und edleres Tonorgan», «die menschliche Stimme», hervorgebrachten Musik.
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«Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik. Oder Griechentum und Pessimismus» von Friedrich Nietzsche erschien 1872, eine neue Ausgabe mit vorgedrucktem «Versuch einer Selbstkritik» 1886. |
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Zusammenhänge im «Armen Heinrich»: Siehe Hinweis zu S. 133.
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In einer Zeitschrift «Kosmos»… wurde ein Aufsatz darüber veröffentlicht: Heft 5 des Jahrgangs 1905 der Zeitschrift «Kosmos. Handweiser für Naturfreunde», enthielt einen Artikel «Paläontologische Umschau», in welchem das Leben von Pflanzen und Tieren der« Vorwelt», vor allem von Sauriern beschrieben wird.
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GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 192 [vakat]
GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 193
Personenregister
* = ohne Namensnennung im Text
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Aeschylos 24, 144, 145 Anaximenes 75 Attila 19, 118 Barbarossa (Friedrich I.) 113, 114, 151, 152 Beethoven, Ludwig van 164f Blavatsky, Helena Petrowna 39*, 59f Böhme, Jakob 111 Bonifatius (Wynfrith/Winfried) 43, 123, 147 Buddha 27, 46ff, 184 Collins, Mabel 138 Dante Alighieri 136, 154 Darwin, Charles 176 Elisabeth I., Königin von England 40, 53, 117, 150 Euripides 24 Goethe, Johann Wolfgang von 81, 112, 140, 155, 159, 161f, 173, 178 Haeckel, Ernst 168 Hartmann von Aue 53, 133, 139, 166* Heinrich I. 26 Herodot 32 Hölderlin, Friedrich 112 Homer 24, 80, 82, 103 Johannes von Damaskus 46 Joseph von Arimathia 27, 140, 174 Josaphat 46 Karl der Große 113, 150 Kepler, Johannes 154 Kopernikus, Nikolaus 24, 25, 154 Leo I., Papst 118 Lykurg 31
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Mohammed 16–19 Moses 27, 155 Newton, Isaac 154 Nietzsche, Friedrich 144, 163, 190f Paracelsus 20 Plato 31, 176 Plotin 84 Pythagoras 27 Römische Kaiser (Quirinus, Numa Pompilius, TuBus Hostilius, Ancus Martius, Tarquinius Priscus, Servius Tullius, Tarquinius Superbus) 33 Schopenhauer, Arthur 143 Schuré, Edouard 145 Scott-Elliott, W. 65 Shakespeare, William 164f Sokrates 75, 84, 105 Sophokles 24, 144, 145 Steiner, Rudolf Schriften: – Das Christentum als mystische Tatsache (GA 8) 76 – Aus der Akasha-Chronik (GA 11) 71 Thales 75, 99 Voltaire 176 Wagner, Richard 26, 28, 109–178 Wolfram von Eschenbach 24–28, 43f, 133, 136–143, 152, 181, 183 Zarathustra 27, 85, 98
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GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 194 [vakat]
GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 195
Über die Vortragsnachschriften
Aus Rudolf Steiners Autobiographie »Mein Lebensgang« (35. Kap., 1925)
Es liegen nun aus meinem anthroposophischen Wirken zwei Ergebnisse vor; erstens meine vor aller Welt veröffentlichten Bücher, zweitens eine große Reihe von Kursen, die zunächst als Privatdruck gedacht und verkäuflich nur an Mitglieder der Theosophischen (später Anthroposophischen) Gesellschaft sein sollten. Es waren dies Nachschriften, die bei den Vorträgen mehr oder weniger gut gemacht worden sind und die – wegen mangelnder Zeit – nicht von mir korrigiert werden konnten. Mir wäre es am liebsten gewesen, wenn mündlich gesprochenes Wort mündlich gesprochenes Wort geblieben wäre. Aber die Mitglieder wollten den Privatdruck der Kurse. Und so kam er zustande. Hätte ich Zeit gehabt, die Dinge zu korrigieren, so hätte vom Anfange an die Einschränkung «Nur für Mitglieder» nicht zu bestehen gebraucht. Jetzt ist sie seit mehr als einem Jahre ja fallen gelassen.
Hier in meinem «Lebensgang» ist notwendig, vor allem zu sagen, wie sich die beiden: meine veröffentlichten Bücher und diese Privatdrucke in das einfügen, was ich als Anthroposophie ausarbeitete.
Wer mein eigenes inneres Ringen und Arbeiten für das Hinstellen der Anthroposophie vor das Bewußtsein der gegenwärtigen Zeit verfolgen will, der muß das an Hand der allgemein veröffentlichten Schriften tun. In ihnen setzte ich mich auch mit alle dem auseinander, was an Erkenntnisstreben in der Zeit vorhanden ist. Da ist gegeben, was sich mir in «geistigem Schauen» immer mehr gestaltete, was zum Gebäude der Anthroposophie – allerdings in vieler Hinsicht in unvollkommener Art – wurde.
Neben diese Forderung, die «Anthroposophie» aufzubauen und dabei nur dem zu dienen, was sich ergab, wenn man Mitteilungen aus der Geist-Welt der allgemeinen Bildungswelt von heute zu übergeben hat, trat nun aber die andere, auch dem voll entgegenzukommen, was aus der Mitgliedschaft heraus als Seelenbedürfnis, als Geistessehnsucht sich offenbarte.
Da war vor allem eine starke Neigung vorhanden, die Evangelien und den Schrift-Inhalt der Bibel überhaupt in dem Lichte dargestellt zu hören, das sich als das anthroposophische ergeben hatte. Man wollte in Kursen über diese der Menschheit gegebenen Offenbarungen hören.
GA 92 – Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen Seite 196
Indem interne Vortragskurse im Sinne dieser Forderung gehalten wurden, kam dazu noch ein anderes. Bei diesen Vorträgen waren nur Mitglieder. Sie waren mit den Anfangs-Mitteilungen aus Anthroposophie bekannt. Man konnte zu ihnen eben so sprechen, wie zu Vorgeschrittenen auf dem Gebiete der Anthroposophie. Die Haltung dieser internen Vorträge war eine solche, wie sie eben in Schriften nicht sein konnte, die ganz für die Öffentlichkeit bestimmt waren.
Ich durfte in internen Kreisen in einer Art über Dinge sprechen, die ich für die öffentliche Darstellung, wenn sie für sie von Anfang an bestimmt gewesen wären, hätte anders gestalten müssen.
So liegt in der Zweiheit, den öffentlichen und den privaten Schriften, in der Tat etwas vor, das aus zwei verschiedenen Untergründen stammt. Die ganz öffentlichen Schriften sind das Ergebnis dessen, was in mir rang und arbeitete; in den Privatdrucken ringt und arbeitet die Gesellschaft mit. Ich höre auf die Schwingungen im Seelenleben der Mitgliedschaft, und in meinem lebendigen Drinnenleben in dem, was ich da höre, entsteht die Haltung der Vorträge.
Es ist nirgends auch nur in geringstem Maße etwas gesagt, was nicht reinstes Ergebnis der sich aufbauenden Anthroposophie wäre. Von irgend einer Konzession an Vorurteile oder Vorempfindungen der Mitgliedschaft kann nicht die Rede sein. Wer diese Privatdrucke liest, kann sie im vollsten Sinne eben als das nehmen, was Anthroposophie zu sagen hat. Deshalb konnte ja auch ohne Bedenken, als die Anklagen nach dieser Richtung zu drängend wurden, von der Einrichtung abgegangen werden, diese Drucke nur im Kreise der Mitgliedschaft zu verbreiten. Es wird eben nur hingenommen werden müssen, daß in den von mir nicht nachgesehenen Vorlagen sich Fehlerhaftes findet.
Ein Urteil über den Inhalt eines solchen Privatdruckes wird ja allerdings nur demjenigen zugestanden werden können, der kennt, was als Urteils-Voraussetzung angenommen wird. Und das ist für die allermeisten dieser Drucke mindestens die anthroposophische Erkenntnis des Menschen, des Kosmos, insofern sein Wesen in der Anthroposophie dargestellt wird, und dessen, was als «anthroposophische Geschichte» in den Mitteilungen aus der Geist-Welt sich findet.
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