Einladung von Rudolf Saacke

Zu den geschichtlichen Beiträgen von Rudolf Saacke, die hier zu finden sind:
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Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon fvn-rs » 13. Mär 2010 21:03

Anthroposophische oder Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft

Interessenten an der von Rudolf Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten Anthroposophie werden in der Regel irgendwann den Wunsch verspüren, Menschen zu begegnen, die sich ebenfalls für diese Wissenschaft von den mit den physischen Sinnen nicht beobachtbaren, jedoch real existieren geistigen Welten beschäftigen, um mit diesen in einen Gedankenaustausch zu treten oder sogar eine Zusammenarbeit anzustreben. Stellt sich dieser Wunsch ein, so werden diese Menschen sich darüber zu informieren versuchen, wie sie in Kontakt kommen können zu solchen Menschenkreisen und werden dann vermutlich auch auf die weltweit agierende Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft (AAG) stoßen und zu dieser vielleicht Kontakt aufnehmen in der Annahme, daß diese Gesellschaft im Sinne des Begründers der anthroposophischen Bewegung der rechte Ansprechpartner sein sollte. Was sie aber in der Regel nicht von den Vertretern dieser Gesellschaft erfahren werden, ja nicht erfahren können, weil diesen Vertretern das selbst nicht bewußt ist, daß es die mit Rudolf Steiner in der Weihnachtszeit 1923 begründete Anthroposophische Gesellschaft (AG) nicht mehr gibt, da diese unmittelbar nach dessen Tot quasi von der Bildfläche verschwand und an ihre Stelle eben dieser Verein AAG lanciert wurde und die Mitglieder der AG – für diese unbewußt – in die AAG übernommen wurden.

Dieser – den Mitgliedern der AAG auch heute noch meist unbekannte – Vorgang bewirkte, daß lt. Rudolf Steiner aus der „modernsten Gesellschaft, die es geben kann“, eine autoritäre Organisation wurde, die unter dem Mantel der Anthroposophie insgeheim Ziele verfolgt die dem Geist der Anthroposophie entgegenstehen. Da sich dieser Wandlungsprozeß für die Mitglieder unbewußt vollzogen hat, wird es Kontaktsuchenden nahezu unmöglich gemacht, diesen Tatbestand zu erfahren, bevor sie sich dieser Gesellschaft im guten Glauben anschließen. Sind sie dann Mitglied der AAG geworden, so werden sie im Laufe der Zeit verspüren, daß sie den erwarteten Raum geistigen Freiheit und brüderlicher Atmosphäre nicht wirklich finden können, den sie durch die Beschäftigung mit den Schriften Rudolf Steiners glaubten erwarten zu können.

Diese betrübliche Erkenntnis aufzunehmen, ist leider unumgänglich, wenn es einem darum geht, der Anthroposophie in ihrer Universalität näher zu treten, um mit ihr auf Dauer zu leben. Eine recht funktionierende anthroposophische Gesellschaft braucht es dazu nicht und so wird diese zunächst bedrückende Erkenntnis sich auf längere Sicht als befreiend erweisen.

Daß dem tatsächlich so ist, darüber möchte ich gerne mit interessierten Anthroposophiefreunden diskutieren.

Hof Fenix in Polen im März 2010

Rudolf Saacke
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Re: Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon volkey » 23. Apr 2010 01:10

Volkmar Eckardt aus Stuttgart.
Ist das so gemeint, dass der Beitrag hier gewünscht ist? Ich bin 57 Jahre, fand mit 19 die Anthroposophie vor als solche Geistinhalte, die ich wie eine Art "Wiederfinden" erlebte, auch als solche, welche eine Art tiefe Trauer des "Nichtwissens" auf dem Gebiet der allgemeinen Lebensgesetze verwandeln konnte in eine Art "Durststillen" in etwas wo ich endlich sagen konnte: "Jetzt habe ich das Grundgerüst, um alles Weitere zu verstehen." Also mit einem riesigen Aufatmen, und mit einer immensen Intensität diese Bücher auch verschlingend, stellte ich fest, dass Rudolf Steiner dasjenige gibt, was rundum meiner Existenz das Grundverständnis unterschob, wie eine Art feste Grundlage zum Drauf stehen.

Wichtig vor allem der Reinkarnationsgedanke zusammen mit der ausgleichenden Gerechtigkeit des von Leben zu Leben wirkenden Karma.
Darinnen entsteht das Bild des Entwicklungsweges, der gegangen wird zwischen den Verführergeistern und dem Finden der Christusmitte.

Ich habe das gefunden in einer anth. Einrichtung, außerhalb der anth. Gesellschaft. 1984 bei der Jugendtagung in Dornach erlebte ich einige Größen der AAG. Ein gewisses geistiges Ahnen und eine Art Lebendiges erinnere ich im Rückblicken auf die Wirkung der Vorträge und Seminare damals.

Ansonsten hatte ich bei inhaltlichen Gesprächen mit Anthroposophen zum Teil den Eindruck, dass manche nicht so unkompliziert wie ich einfach ihre Empfindungen und Gedanken austauschten, sondern eher eine rückversichernde inhaltliche Anbindung an konkrete Werkezitate von Steiner suchten, bei inhaltlichen Sachfragen. Wenn ich zum Beispiel Beiträge aus den Zeitschriften die Drei oder das Goetheanum lese, wirken diese oft konstruiert und der gesamte Duktus irgendwie intellektualisierend.

Als ich kurze Zeit in Stuttgart die Mittwochabende (der AAG) besuchte, fand ich keinen Anschluss menschlich gesehen. Es ist diese Atmosphäre nicht zum freien Austausch angetan - zumindest erlebte ich es dort so.

Mein weiterer Werdegang war so, dass ich irgendwann von dem Idealismus und der Begeisterung auf mich selbst stieß - das heißt, ich merkte, dass konkrete Meditationen und Übungen für mich zu schwer sind.

Ich habe für mich eingesehen, dass ich zwar die Grundgedanken sehr sehr notwendig brauchte, um eine gewisse seelische Sicherheit im Leben zu haben, dass ich aber in der diesmaligen Inkarnation nicht zur Schau der geistigen Welt kommen werde.

Heute ist es für mich eine Art Verlust, dass ich kaum mit Menschen meine Gedanken austauschen kann. Ich bin nur von Menschen umgeben, die das geistige Wissen eigentlich ablehnen, oder aber dann andere, welche gleich Yoga- und andere Esoterikrichtungen vertreten, denen kann man auch nicht mit dem anth. Gedankengut kommen.

Ich habe mich bemüht, meine persönlichen Erfahrungen beizutragen. Sollte das Thema an dieser Stelle verfehlt sein, kann der Beitrag natürlich gerne "umziehen".

Gruß V. Eckardt, 23.4.2010
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Re: Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon kezmarok » 10. Jul 2010 12:44

Sehr geehrter Herr Saacke,

Ich bin 1990 aus der Anthroposophische Gesellschaft herausgetreten,weil ich ein Gefuhl hatte ,das etwas mit der Weihnachtstagung nicht stimmte.Dieses Gefuhl hat mich all diesen Jahren begleitet.Ich habe mich stets mit der Anthroposophie beschaftigt,allein,all diesen Jahren.
Ich bin franzosin,jetzt 58 jahre alt.
Ihr Schreiben interessiert mich sehr und ich werde es in aller Ruhe lesen.
2007'wegen Ereignisse in meinem Leben (Schicksaal)habe ich es versucht wieder Mitglied zu werden -in Frankreich-aber ich war von meinem Gesprach mit einem Vertreter der Gesellschaft (Klassensprecher)nicht uberzeugt,so habe ich fallen lassen.

Aber ich bin wie alle andere und wurde gerne dann und wann austauschen:aber hier auf ihrem Forum gibt es auch wenig Leute !Warum ?

mit freundlichen Grusse,

Sophia
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Re: Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon Fenix » 12. Jul 2010 20:51

Liebe Sophia,
gerne erzähle ich mehr über die Zusammenhänge in Sachen der orginalen Anthroposophischen Gesellschaft von 1923 und wie diese dann unmittelbar nach dem Tod Rudolf Steiners "zu Verduften gebracht" worden ist, wie es von ihm zuvor bereist prognostiziert wurde. Telefonisch bin ich zu erreichen unter +48-63-2769898. Zu konkreten Fragen kann ich natürlich auch in diesem Forum Stellung nehmen.
Mit Grüßen von Hof Fenix in Polen
Rudolf
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Re: Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon Germain » 18. Jul 2010 10:10

Fenix hat geschrieben:
..gerne erzähle ich mehr über die Zusammenhänge in Sachen der orginalen Anthroposophischen Gesellschaft von 1923 und wie diese dann unmittelbar nach dem Tod Rudolf Steiners "zu Verduften gebracht" worden ist, wie es von ihm zuvor bereist prognostiziert wurde. ..

...Zu konkreten Fragen kann ich natürlich auch in diesem Forum Stellung nehmen...



Lieber Rudolf,
mich würde eines zunächst besonders interessieren, nämlich wie das geplant war es konkret umzusetzen , dass die esoterische Gesellschaft von 1923 von allem Verwaltungsmässigen und Vereinsrechtlichen unberührt bleiben und doch innerhalb eines eingetragenen Vereins bestehen sollte; da war doch die Sache mit dem Bauverein der umbenannt wurde...

und was davon ist genau versäumt worden, so dass die Jahrzenhte lang bestehende AAG letztlich doch nichts anderes war als der umbenannte Bauverein?

Offensichtlich ist ja die dornacher Gesellschaft heute noch vor allem mit Verwaltungsaufgaben beschäftigt.

herzlich
Germain
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Re: Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon Fenix » 9. Aug 2010 15:02

Herzlichen Dank, Germain, für diese Anfrage. Sie trifft den Kern des Problems. Eine einfache Antwort ist - wegen des komplexen Sachverhalts - dazu schwer möglich. Nachfolgend ein paar Hinweise, die durchnumeriert sind, um leichter darauf Bezug nehmen zu können.
1.Grundsätzlich muß unterschieden werden zwischen dem Konzept Rudolf Steiners, wie er es am 29. Juni 24 auf der a.o.GV des Bauvereins vortrug. Dort ist die Rede von eines – noch zu gründenden - Vereins Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft mit 4 Unterabteilungen, von denen die erste die Weihnachtstagungsgesellschaft von 1923 (AG) sein sollte.
2.Diese AG sollte unverändert als Idealverein unter dem „Dach“ des Vereins AAG (rechtlichen) Schutz finden.
3.Dieser Verein AAG kam nicht zustande. Rudolf Steiner erlitt im September 24 den physischen Zusammenbruch und G. Wachsmuth übernahm de facto die Vereinsleitung.
4.Am 8. Februar 1925 fand eine a.o. GV des Bauvereins statt, die von dem noch amtierenden Vorsitzenden E. Grosheintz geleitet wurde. Auf dieser Versammlung, der Rudolf Steiner nicht beiwohnte – ich gehe hier nicht auf die Problematik ein, ob dies nur krankheitshalber geschah oder einem grundsätzlichen Entschluß von ihm entsprach – wurde beschlossen, daß ein nachweislich noch nicht existierender Verein AAG die Rechtsnachfolge des Bauvereins antreten und daß dieser neue Verein wiederum 4 Unterabteilungen erhalten solle. Allerdings sollte an die Stelle der Anthroposophischen Gesellschaft, wie von Rudolf Steiner geplant, lediglich eine Abteilung „Administration der AG“ eingerichtet werden. Die AG selbst – das zu verstehen, ist von zentraler Bedeutung – blieb von diesem Beschluß vereinsrechtlich ganz unberührt. Seit dem 8.2.25 gab es also neben der AG auch den Verein AAG.
5.Mit dem Datum 22. März 1925 erscheint im Nachrichtenblatt der AG eine „Mitteilung des Vorstands“, in der über die Versammlung vom 8. Februar irreführend berichtet wird, denn es wir der Anschein erweckt, als habe es sich um eine Versammlung der AG gehandelt.
6.Bald darauf stirbt Rudolf Steiner und noch im seinem Todesjahr findet am 29. Dezember die erste Generalversammlung des aus dem Bauverein hervorgegangenen Vereins AAG statt. Zu dieser Versammlung werden die Mitglieder der AG – sie ist somit in den Augen der Einladenden noch existent – (als Gäste) eingeladen. Auf der Versammlung selbst wird dieser Unterschied zwischen den Mitgliedern des Bauvereins und denen der AG „vergessen“ und die AG-Mitglieder dadurch – stillschweigend – zu ordentlichen Mitgliedern des Vereins AAG gemacht, die auf dieser Versammlung dann auch mit abstimmen.

Aus diesem in den 6 Punkten beschriebenen Sachverhalt ergibt sich, daß die AG eben in der ursprünglichen Form neben dem Verein AAG weiter bestehen geblieben, und damit mit dem „Vereinsrechtlichen“ auch weiterhin behaftet geblieben ist. (Damit konnte man jedoch gut leben.) Und dieser Zusammenhang wurde den Mitgliedern, ja der Welt, bis ins Jahr 2002 verschwiegen. Dann allerdings wies der AAG-Vorstand auf diesen Sachverhalt eindeutig hin, ohne allerdings zuzugeben, daß die Mitglieder seit 1925 in erbärmlicher Weise belogen worden waren.

Ja, und was davon ist genau versäumt worden, so daß die Jahrzehnte lang bestehende AAG letztlich doch nichts anderes war als der umbenannte Bauverein?

Nun, ich hoffe, Deine Frage konnte durch obige Ausführungen deutlich gemacht werden. Dabei bedeutet das meines Erachtens allerdings weit mehr, als daß der Bauverein „nichts anderes als Bauverein“ geblieben ist, weil er eben die AG durch eine gewaltige Lüge an sich gerissen hat und die Majorität der Mitglieder dieses bis heute nicht durchschauen konnte, weil Ihnen die zur Beurteilung vorliegenden Unterlagen vorenthalten wurden. Seit Jahrzehnten versuche ich mit Freunden zwar Licht in diese Angelegenheit zu bringen, doch dieses Bemühen wird halt von der Vereinsleitung nicht unterstützt.

Für weitere Auskünfte stehe ich gerne zur Verfügung.

Geschrieben am 5.7.2010
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Re: Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon Germain » 14. Aug 2010 07:28

Herzlichen Dank Rudolf,

für diese treffende Formulierung, die in aller geboteten Kürze das wesentliche auf den Punkt bringt. So klar und deutlich
wurde es mir nicht einmal in den Jahren während und unmittelbar nach der Gerichtsverhandlung, in denen ich Aufklärung suchend Anschluss an die eine Klägergruppe in Pforzheim suchte, d.h. an ihren Tagungen und Arbeitskreise teilnahm.
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Re: Einladung von Rudolf Saacke

Beitragvon kezmarok » 27. Aug 2010 13:16

Lieber Rudolf,

Vielen dank fur ihre Antwort !

Ende Juli habe ich den Herrn Seiss kennengelernt.

Mir ist klar geworden,das damals in Dornach etwas mit enormen Konsequenzen gescheen ist.Ich hatte es eigentlich schon in den 90er Jahren einsehen konnen,aber ich wollte nicht wirklich,nur teilweise.Ich habe meinen Urlaub verbraucht indem ich meine ganze Notizen (uber Anthroposophie und Tomberg)in Ordnung gebracht habe,meine Seele gepruft habe,mein Gewissen erweckt habe.
Damals-Anfang der 90er Jahre-hatte ich angefangen einen Roman zu schreiben (nur einige Blatter),der in den Jahren um 3000 nach Christi eine Welt des falschen Monismus (Totalitarismus)schildert,von einem zukunftigen verfallenen Goetheanums beherrscht wird mit vielen Kranken im Osten verborgenen Lagern (Autisten).

Ich hatte einen inneren starcken Verband mit der Anthroposophie.

Ich habe paar Mahl geweint diesen Monat,weil mir klar wird,das die Folgen so schrecklich sind,von was da passiert ist (aber es ist gescheen).

Ich rufe sie an (ausserdem wohnen sie in meinem liebling Polen,30km entfernt von dem Ort aus dem meine verlorene Familie aus Polen stammt:ich kenne diese Gegend).

mit freundlichen Grusse


Sophia
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